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Haltung und ſprach von der edlen Stirn trotz der Thräne des Unmuthes im Auge und dem Roth der Scham auf den Wangen, daß der Fremde unwillkürlich davon ange⸗ zogen ward und gerade ihn ſich auserſah nach dem Wege zu fragen.
„Gott grüße Euch!“ rief er ihm zu;„wie es ſcheint, ſeid Ihr hier zu Hauſe und könnt mich berichten: wie heißt hier dieſe Gaſſe?“
„Unter der Veſte,“ antwortete Albrecht beſcheiden den Gruß erwiedernd.
„Da bin ich wohl weit von meinem Ziel?“ ant⸗ wortete der Wanderer mit etwas fremdartigem Idiom, „ich bin an die Bauhütte der freien Steinmetzzunſt von Nürnberg gewieſen.“
„Da habt Ihr freilich dahin noch durch manche Straße und manches Gäßlein zu gehen,“ antwortete Al⸗ brecht,„und da Ihr fremd hier zu ſein ſcheint, werdet Ihr Euch ſchwerlich zurecht finden. Ein Stücklein Wegs aber kann ich Euch jedenfalls geleiten und ich bitt' Euch mir zu folgen. Und welche Hütte ſuchet Ihr wohl? Die große ſteinerne Bauhütte zu St. Sebald, welche die Bau⸗ brüder aufgeſchlagen haben, da ſie die ſchöne Sebalds⸗ kirche bauten, ſteht noch dem Rathhaus gegenüber, und bis dahin haben wir nicht weit; wollt Ihr aber in die Bauhütte bei der St. Lorenzkirche, darinnen wieder fleißig


