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und um die Schultern am feſten Riemen ein lederner Sack. Die kurzen Stiefeln von ungeſchwärztem Leder be⸗ zeugen in ihrem abgeriſſenen Zuſtand auch die Weite des Weges, den ſie zurückgelegt.
Nachdem er das letzte Stück Brod, das er in dem Sack gefunden, der ſeine ganze Habe enthielt, verzehrt, ging er auf's Nene mit rüſtigen Schritten auf die Stadt zu und betrat ſie bald durch ein langes düſteres Thor. Er wußte nirgend Beſcheid und bog ohne Weiteres in eine enge Gaſſe ein, die ihn in der Richtung des Kirch⸗ thurms zu führen ſchien, den er ſich von Weitem als ſein Wanderziel auserſehen. Aber bald verſchwand ihm dieſer vor den höher auſſteigenden nahen Giebeln, die in den engen, oft krummlinigen Straßen ſeinen Blick be⸗ ſchränkten, und er ging durch dieſelben ohne Plan und Ziel, nur gelockt von der Neuheit des Anblickes, der ſich ihm bot, der Bewunderung und Freude, die ihn erfüllten.
Der Wanderer kam von Straßburg und hatte am Rhein und in Franken, das er jetzt durchzogen, wohl manchen ſtattlichen Bau und manche aufblühende Stadt geſehen; auch war ihm wohl das Sprüchlein bekannt. demnach kein Fürſt ſo ſchön wohne wie die Fugger zu Augsburg und die Tucher zu Nürnberg: aber Alles, was er hier ſah, übertraf doch ſeine Erwartungen. Hohe, oſt


