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dachte Richard— aber die Jugend reſignirt oft ſo viel leichter als das Alter, weil ſie doch immer noch von einer entſchädigenden Zukunft träumt, indeß das Alter nur den gegenwärtigen Angenblick ſein nennt und was er nicht zu bieten vermag, anch nicht von dem folgen⸗ den erwartet.
Als Felicitas nach jenem Concertabend von Störm⸗ thal ſchied, waren freilich ganz andere ſtürmiſche Em⸗ pfindungen in ihrem Innern; jetzt hätte ſie mehr als je die Vergangenheit heraufbeſchwören mögen, wo ihr Vater lebte und ſie noch in jenen ariſtokratiſchen Kreiſen ſich bewegte, in denen ſie mit Störmthal zuſammen⸗ treffen konnte. Schon damals hatte ſie ſich ſeinen Huldigungen gegenüber geſagt, wie ſie ſich dieſelbe dop⸗ pelt hoch anrechnen müſſe, weil er an Geburt und Stellung ſo hoch über ihr und ihrer Familie ſtand. Und wie hatte ſich nun jetzt dieſer Unterſchied noch erweitert! Nicht nur, daß ihr ſchon nach dem Tode ihres Vaters und als ſie im Hauſe ihres Bruders lebte, viele Cirkel nicht mehr zugänglich waren, in denen ſie ſich ſonſt bewegt, ſondern jetzt waren ihr auch dieſe verſchloſſen und ſie lebte ganz eingezogen nur ihrem— Geſchäft! Und Störmthal war ſeit ſeiner Rückkehr um ſo viel höher geſtiegen, daß er Hofrath geworden und ihm von allen Seiten eine glänzende Carriére prophezeit ward— das wollte noch nicht viel ſagen—


