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der Themis führten, hinauf. Er war gerührt geweſen, er hätte jetzt vielleicht die Hand, die Richard ſo feſt hielt, zur Verſöhnung geboten— aber die Erinnerung an Minette hielt ihn davon zurück— gerade weil Ri⸗ chard dieſe als die Urſache des Zwieſpaltes anklagte, wollte er zeigen, daß er dieſe ſelbſt ſei— hätte er jetzt nachgegeben, ſo würde das zu häuslichen Scenen geführt haben, vor denen er die größte Scheu hatte — es war beſſer, die Trennung blieb, die ihn davor be⸗ wahrte— und ſo war der günſtige Moment vorüber.
Felicitas war über Richards Nachricht von ſeinem mißlungenen Verſuch zwar niedergeſchlagen, aber ſie hatte kaum ein anderes Reſultat erwartet.
„Laß uns nur ruhig auf unferen Bahnen weiter gehen,“ ſagte ſie zu ihm,„wir haben ſo wenigſtens das Bewußtſein, keiner Opfer, keiner Hülfe zu bedürfen. — Ich bin zufrieden, ich kann mir meine Exiſtenzmit⸗ tel ſelbſt verdienen durch eine Arbeit, in der Kunſt, Natur und Wiſſenſchaft einander die Hände reichen und die Eigenheiten, die etwa Frau Reichmann beſitzt, ſind viel leichter zu ertragen als die Minettens— ſo iſt auch mein häusliches Verhältniß ein ganz angenehmes — und nach geſelligen Zerſtreuungen verlange ich nicht — ich habe längſt eingeſehen, wie leer und nichtig ſie ſind.“
Sie iſt doch noch zu jung zu dieſer Reſignation,


