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gethan, nicht nur Richards Auftreten bei ihr als äußerſt rückſichtslos darzuſtellen, ſondern ihm auch einzureden, daß ſein Bruder nur hierhergekommen ſei, um ihm Verle⸗ genheiten aller Art zu bereiten und ihn ſchon durch die ganze Art ſeines Auftretens zu compromittiren.
Es half nun Nichts, daß Richard jetzt dem älte⸗ ren Bruder in liebevollſter Weiſe entgegenkam, daß er ihm gleich geradezu ſagte: es ſchmerze ihn, daß dieſe Spannung, zu der eigentlich gar kein vernünftiger Grund vorhanden, zwiſchen den Geſchwiſtern fortdauern ſolle und daß er doch die von ihm und Felicitas zur Ver⸗ ſöhnung gebotene Hand nicht zurückweiſen möge, der Gerichtsrath erwiderte hart:
„Wer den Rath vernünftiger älterer Perſonen zu⸗ rückweiſt, und allein nach ſeinem Kopfe handelt, gerade dem entgegen, was ihm geſagt worden iſt, der kann denn doch nicht verlangen, daß man ihm recht giebt.“
„Meinetwegen von Deinem Standpunkte aus, man ihm vergiebt,“ unterbrach ihn Richard anft.—
„Ich habe an Dir und Felicitas wie ein Vater gehandelt,“ entgegnete der Gerichtsrath, und Ihr habt mir ſo gelohnt! Felicitas verläßt mein Haus, in dem ſie ſich nützlich machen konnte und compromittirt mich in meinem ganzen Kreiſe— ſie konnte ja für die Leute arbeiten, aber ſie braucht es nicht in dieſer öffent⸗


