Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ren! ſie pries noch das Geſchick, das ihn wenigſtens ihr zuerſt zuführte, ſo konnte ſie ihn gleich in ihrer Weiſe abfertigen, denn ihr Mann könnte ſchwach genug ſein, den mißrathenen Bruder bei ſich aufzunehmen ſie kannte ja am Beſten die Schwachheit ihres Mannes; ſie verſtand ſie auch am Beſten zu bemutzen.

Richard erzählte unbefangen, in welcher Angele⸗ genheit und als weſſen Begleiter er in die Reſidenz ge⸗ kommen und bemerkte gleich, um Minetten der Noth⸗ wendigkeit einer Einladung zu überheben, daß er mit Ambach im Hötel abgeſtiegen.

Dies hätte ſie ſowohl beruhigen als ihr auch im⸗ poniren müſſen, daß ſein Freundam Hofe ſpielen durfte und daß der Hofrath von Störmthal ihn prote⸗ girte aber dies erweckte, weil es mit ihren Berech⸗ nungen nicht zuſammentraf, nur wieder Mißgunſt in ihr und erhöhte die ſtete Gereizheit ihres Weſens.

In Gegenwart des, wenn ihm auch dem Namen nach durch Felicitas bekannten, doch perſönlich fremden Baum konnte natürlich von Familienangelegenheiten nicht die Rede ſein.

Richard ging alſo bald wieder und als es ihm am andern Tage wirklich gelang, dem Gerichtsrath zu der gewohnten Stunde, in welcher dieſer auf das Ge⸗ richtsamt zu gehen pflegte, zu begegnen, hatte indeß Minette ſchon wieder bei ihrem Manne das Möglichſte