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mißlungen war, gewiſſermaßen ſeine Tröſterin gewor⸗ den. Baum kam wöchentlich mindeſtens ein paarmal, auch wenn der Gerichtsrath nicht zu Hauſe war und leiſtete ſeiner Frau Geſellſchaft. Oft machten dann beide noch der gegenſeitigen Erbitterung über Felicitas Luft und es war gerade ein ſolcher Moment, in dem Richard gemeldet ward.
Minette empfing ihn mit Befremdung und Kälte. Sie hatte ihn lange Zeit nicht geſehen und da er den Anordnungen ihres Mannes zum Trotz ſich von der juriſtiſchen zur ſchriftſtelleriſchen Laufbahn gewendet, hatte ſie dieſem prophezeiht, daß man mit ſeinen Verwandten nichts als Sorge und Kummer, wenn nicht gar Schande erleben werde. Mehr noch als der Gerichtsrath ſelbſt war ſie um deſſen Stellung beſorgt und hielt es für ſeine Pflicht, dieſelbe nicht nur durch gewiſſenhafte Er⸗ füllung der damit verbundenen Pflichten, ſondern auch durch die größte Loyalität zu wahren. Alles, fürchtete ſie, könne ihn compromittiren, gefährden. Aengſtlich vermied ſie jeden Umgang mit Perſonen, die nicht ganz zur Partei der Regierung gehörten oder gar mißliebig waren, und daß nun der eigene Bruder ihres Mannes den Namen Ahlhorn zu dem eines demokratiſchen Schrift⸗ ſtellers machte, erfüllte ſie mit Grauen!
Und nun erſchien gar dieſer Schriftſteller ſelbſt in ihrem Hauſe— wollte wohl gar ſich darin einquartie⸗
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