Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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iſt ſondern Dich leite auch der Genius der Liebe, der jedes Streben am ſchönſten fördert und der allein die Wunder vollbringt, vor denen die Welt erſtaunt und ſich beugt. Ich an Deiner Stelle würde nicht ent⸗ ſagen, nicht vergeſſen, ich würde mir die Geliebte da⸗ durch erobern, daß ich mir einen Namen erwürbe, deſ⸗ ſen Glanz den aller Wappenſchilder überſtrahlte. Du denkſt auch ſchon ſelbſt ſo und ich ſpreche nur aus, was Dein Jubel verrieth!

Richard hatte damit nicht ſo Unrecht Sigis⸗ mund hatte ſchon immer einzelne Momente, in denen dieſe hoffnungsreichen Gedanken ihn zum unermüdlichen Streben antrieben und nie hatte dieſe Hoffnung ſo ſein ganzes Weſen bewegt, wie eben jetzt. Aber er ſcheute ſich ihr Worte zu geben, er ſchreckte davor zurück, ſie von einem Andern errathen, gebilligt zu ſehen. Denn als man ihn damals aus der Waſſerburg ver⸗ trieb, als ſeine Mutter das Geheimniß ſeines Herzens ihm erſt ſelbſt verrieth: da hatte er allerdings ſich ſelbſt geſchworen, daß er Editha nicht um die Ruhe ihres Herzens, nicht das Elternpaar, das ihm bisher ſo viel Gutes erwieſen, um ihr Kind betrügen wollte er ſah die Kluft, die ihn von ihr trennte, und war entſchloſſen, Editha vor einem unſeligen Sturz in die⸗ ſelbe zu bewahren. Noch war ja gegen ſie ſein Ge⸗ heimniß nicht verrathen, noch war es ja möglich, daß