Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ihren Fuß noch nie in ein fürſtliches Schloß zu ſetzen wagen durften. Und daß Du dies Störmthal ver⸗ dankſt, zwingt ſie nun vollends Dir und Deinen Eltern wieder freundlicher geſtimmt zu werden denn biſt Du der Herrſchaft von Störmthal ſo willkommen, kann Dich doch die der Waſſerburg, die Dir ſo viel näher ſtand, nicht fortgeſetzt verbannen ja wenn über kurz oder lang in Deiner Biographie ſteht, daß Herr von Friedleben es war, der Dir die erſte Violine ſchenkte, ſo geht von dem Nimbus Deines Rufs auch ein Schim⸗ mer auf ihn mit über und dann laß es mich nur gerade heraus ſagen: Editha wäre das erſte vor⸗ nehme Fräulein nicht, das einem ruhmgekrönten Künſt⸗ ler die Hand reichte.

Richard! mahnte Sigismund noch einmalwas füllt Dir ein, einen ſolchen Sturm in mir zu wecken?

Weil ich weiß, daß er doch in Dir iſt, wenn Du Dir auch die Miene giebſt, als hätteſt Du ihn mit ſtolzer Entſagung beſchworen auf Deiner Künſtler⸗ laufbahn leite Dich nicht allein der Stolz, Diejenigen zu beſchämen, die Dich von ihr zurückhalten wollten und durch Deine Erfolge an denen Dich zu rächen, die Dich verſpotteten, da Du ſie betonteſt Dich leite auch nicht allein das Streben, das Dich wie jeden echten Künſtler beſeelt: das Höchſte zu leiſten und zu erreichen, was in der erwählten Kunſt zu leiſten und zu erreichen