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fiel: Editha war von altem Adel und begütert, die Hälfte der Herrſchaft Friedleben mußte ihr zufallen, da ſie den Beſitz ihrer Eltern, der ſich überſchauen ließ, nur noch mit einem Bruder zu theilen hatte. Ja, Edi⸗ tha hatte ſich ſchon einmal als Geburtstagsgeſchenk den Berg mit der Burgruine erbeten und ſchwärmte für die Idee, wenn ihr Bruder als Herr der Waſſerburg ſich darin eine Familie gründe, ſich ſelbſt neben jener Ruine wieder ein Schloß zu bauen— wie herrlich, dachte Frau von Störmthal, wenn hier durch ihren Sohn und Editha gemeinſchaftlich dieſe Idee verwirklicht würde! Editha, wußte ſie, hing mit tauſend Banden an dieſer Heimath und doch war ſie auch geiſtig gebildet und ge⸗ wandt genug, um in den Kreiſen der Reſidenz die Ge⸗ mahlin eines Mannes zu repräſentiren, der— wie das ſtolze Mntterherz zuverſichtlich von ihrem Wilfried hoffte — zu den höchſten Ehrenſtellen im Staate befähigt und ſie zu erringen berufen war. So ihre Kinder glücklich und in der Nähe zu wiſſen, war das höchſte Ziel der Frau von Störmthal, auf das ſie mit allen Kräften zuarbeitete— und ſo hatte ſie ſich ſchon in aller Stille der Zuſage Frau von Friedlebens verſi⸗ chert, die natürlich den Vorbehalt machte: wenn die Herzen der Kinder ſich zuſammenfinden ſollten. Man müſſe ſie nur ganz unvermerkt darauf hinleiten, aber keine directe Einmiſchung verſuchen:— ſo lautete


