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getroffen, um ſich für ihn ſo weit zu intereſſiren, wie er ſich für jede urſprüngliche und ſtrebſame Natur in⸗ tereſſirte. Wenn Sigismund bei Gelegenheit einer grö⸗ ßeren Geſellſchaft in Friedleben ſich oft genug beſchei⸗ den und ſchüchtern an den Wänden herumdrückte, ſo hatte ihn Wilfried eben ſo oft ermuntert, dieſe natür⸗ liche Blödigkeit zu bemeiſtern, und war ſeiner Schüch⸗ ternheit immer auf die liebreichſte Art zu Hülfe gekom⸗ men. Wilfried mochte etwa um fünf Jahre älter ſein, als Sigismund, und das ſo wohl wie ſein vornehmes Weſen und die Stellung, die er bereits im Staats⸗ dienſt wie in der Geſellſchaft einnahm, berechtigten ihn, ein Protectorat über Sigismund zu üben, das überall reſpectirt ward— auch in Wilfrieds eigner Familie, denn auch die Thore von Störmthal wurden ihm durch dieſen eben ſo gern geöffnet, wie die von Friedleben.
Jetzt aber waren, wie geſagt, zwei Jahre vergan⸗ gen, ſeit ſie ſich zuletzt dort geſehen hatten. Um ſo angenehmer war Sigismund von dieſem Wiederſehen überraſcht, das er jetzt garf nicht erwartet hatte, wie von der unverändert freundlichen Art, mit der ihn Herr von Störmthal begrüßte, als ob es erſt geſtern geweſen ſei, wo ſie einander zuletzt geſehen hätten.
Bei Störmthal war es nicht allein die Freude, den jungen Mann, für den er ſich ſtets intereſſirt und von dem er zwei Jahre lang nichts gehört hatte, wie⸗


