Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ſelben dem höheren Intereſſe der Kunſt unterordneten, daß ſie aus der fremden Kunſtſphäre Anregung und Gewinn für die eigne ſuchten. Unter dieſen jungen Strebenden hatte ſich Sigismund Ambach beſonders mit dem Schriftſteller Richard Ahlhorn zu innigſter Freund⸗ ſchaft verbunden, die jetzt durch die Aehnlichkeit ihrer Lebensverhältniſſe nur noch inniger ward. Ja, dieſe Aehnlichkeit war vorzüglich durch Richards Beiſpiel her⸗ beigeführt worden. Richard hatte zwar ſeine juriſtiſchen Studien beendet und ſein Examen abſolvirt, aber die trockene Juriſterei war ihm längſt nur Nebenſache ge⸗ weſen, die Begeiſterung für alles Schöne und Hohe, der Trieb des Schaffens war in ihm zu mächtig, als daß er ſie hätte in die Schranken vorgeſchriebener For⸗ men und Formale, viel weniger ſich ſelbſt in die des Staatsdienſtes hätte bannen mögen— ſo lebte er faſt ausſchließlich dem Schriftſtellerthum und hatte ſich da⸗ durch mit ſeinen Angehörigen entzweit. Es that ihm weh, aber es war kein Grund, um ihn jemals abhal⸗ ten zu können, ſeinem Genius zu folgen. Und ſo hatte er auch Sigismund, den er im Kampfe mit ſich ſelbſt fand, in der Abſicht beſtärkt, einer Laufbahn zu entſagen, die ihm niemals innere Befriedigung gewähren konnte, und dafür ſich einer Kunſt zuzuwenden, der mit ganzer Seele zu dienen ihm ſchon längſt zum Lebensbedürfniß geworden war.