Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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freiwillig fliehen! Er wollte ihrer gedenken nach wie vor als ſeines guten Engels, der ſegnend über ſeiner Jugend geſchwebt hatte, als ſeines Ideals, das unter ſeinen Augen ſich immer noch ſchöner entfaltet, bis er es plötzlich auf einer Höhe vor ſich ſah, von der ihn eine Kluft trennte, die zu überſpringen vielleicht ihr noch mehr Gefahr brachte als ihm ſelbſt— und eben darum durfte der Sprung niemals gewagt, mußte jeder Gedanke daran aufgegeben werden!

Und was war es denn nun auch für ihn, wenn der Schmerz der Entſagung in ſein Leben hereinbrach? Er ſollte ſeiner Kunſt die Weihe geben! er wollte ſeine Empfindungen in Tönen aushauchen— ſeine Kunſt ſollte ſein Troſt ſein! Es war von je das Loos des Künſtlers geweſen, durch den Schmerz erhoben, geläu⸗ tert, veredelt zu werden, warum denn nicht das ſeine? Jedes tief fühlende poetiſche Gemüth ſehnt ſich ja in der Jugend nach großen Schickſalen und großen Schmer⸗ zen und wenn nun der Augenblick der Erfüllung kommt für die faſt frevelhafte Sehnſucht, dann wäre es Feig⸗ heit davor zurückzubeben und die Dornenkrone, die das Schickſal bietet, nicht freudig zu ergreifen. Einem Je⸗ den, der ſie freudig hinnimmt, kann ſie noch zur Strah⸗ len⸗ und Siegeskrone ſich verklären— ob ſie im Dienſt der Kunſt, des Glaubens, der Freiheit, der Liebe da⸗

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