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um gegen jede niedere, herabziehende Regung geſchützt zu ſein. Sein Herz brauchte ſich nicht vergeblich nach einem mitfühlenden Herzen zu ſehnen— er wußte, daß es Editha für ihn hatte— ſeine Phantaſie brauchte ſich nur ihr Bild auszumalen, um dabei eine ſo ſüße Beſchäftigung zu finden, daß er keiner äußerlichen, ſinn⸗ lichen Anregung bedurfte, weder für ſein Leben über⸗ haupt, noch für ſeine Kunſt, deren Ausübung ihn oft in jene höheren Sphären führte, in denen er ſich mit Editha gleich ſeligen Geiſtern begegnete. Und hatte er ſo Befriedigung für ſeine höheren Weiheſtunden, ſo war ſein Alltagsleben ſo voll von Arbeit, Studien, ja Plänen und Entwürfen, daß ihm in ihm keine Zeit blieb und auch kaum Gelegenheit, mit anderen weibli⸗ chen Weſen, ſei es in harmlos tändelnder oder in lei⸗ denſchaftlicher, wohl gar unreiner Weiſe, zu verkehren. Daß es mit Editha je anders ſein, anders werden könnte, als es eben war— dieſer Gedanke lag außer⸗ halb der Gränze des Möglichen für ihn. Er dachte darum gar nicht darüber nach. Weil die Gegenwart noch ſein war wie die Vergangenheit, ſo beunruhigte ihn die Zukunft nicht— und ſo war er auch jetzt ent⸗ ſchloſſen, ihrem zürnenden Vater gegenüber ſein gutes . Recht auf Editha's Lheilnahme zu bewahren!
Aber dieſer Vater folgerte weiter, als der Jüng⸗ ling, der noch an gar keine Pläne für's Leben dachte,
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