Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ich dächte, dies ſei ſo ſelbſtverſtändlich geweſen, daß es gar keines Wortes bedurft hätte— und nun ſind wir mit einander zu Ende— wir haben nichts mehr mit einander abzumachen und werden uns in meinem Schloſſe nie

mehr gegenüber ſtehen, denn Sie werden von heute an

ſeine Schwelle nicht mehr überſchreiten— nöthigen⸗ falls werde ich meinen Leuten die betreffenden Befehle S

Es war ſein ehemaliger Wohlthäter— es war, was mehr als Alles galt: Editha's Vater, der vor ihm ſtand— aber das Alles war doch zu viel für das Herz des Jünglings— es brauſte jetzt wild in ihm auf und er rief:„Nein, wir ſind noch nicht zu Ende — ich werde nie den Dank, nie die Ehrfurcht vergeſſen, die ich Ihnen ſchuldig bin— aber keine noch ſo un⸗

gerechte Beſchuldigung wird es je dahin bringen, das

heilige Band zu zerreißen, was mich und Editha ver⸗ knüpft! Um Ihretwillen dulde ich eine Beſchimpfung, die mir ihr Vater anthut, der mich ungehört verdammt, um Ihretwillen werde ich aber auch nicht ruhen, bis ich mir dereinſt auch von Ihnen meine Rechtfertigung erzwungen!“

Damit ging er.

Was er geſagt hatte, wußte er wohl, aber er wußte nicht, welche Deutung das bei dem Hauptmann erhalten mußte, dem geſtern die Pfarrerin zugeflüſtert,

Lyuiſe Oito; Neue Bahnen. 1. 6