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athmete auf in niegefühltem füßem Schauer und hätte daun wieder vergehen mögen in unendlichem Weh— und wenn es nun zum letzten Male geweſen, daß er ſie geſehen? wenn ſie ſtürbe? wenn er ſchuld wäre an ihrem Tode? Wenn er ſie im Park nicht aufgehalten, wäre ſie wohl vor dem Wetter zurück in die Waſſerburg ge weſen— wenn er nicht dann hätte allein gegen ihren Willen gehen wollen, wäre ſie ihm nicht gefolgt und ausgeglitten— er war nicht weit von ihr— wie konnte er ſie fallen laſſen— o wenn ſie ſtarb— dann hatte er dieſen Engel, ſeinen Engel getödtet! Dann lebe wohl, Traum des Glückes, der Kunſt, des Lebens— es wäre unmöglich, mit einem ſolchen Bewußtſein noch unter den Sternen des Himmels umher zu wandeln!
Und wie er jetzt vor dem Hauptmann von Fried⸗ leben ſtand, ſo war nur ein Gedanke in ſeinem Kopfe, nur ein Gefühl in ſeinem Herzen, nur ein Wort auf ſeinen Lippen:„Was hoffen— was fürchten Sie?“
Der Hauptmann, ſonſt ein jovialer Mann mit gutmüthigem Geſichtsausdruck und freundlichen Augen unter der ſchmalen Stirn, die das immer noch mili⸗ täriſch verſchnittene Haar an den Seiten mit einer Art ſteifen Locke einrahmte, ſah mit ſeinen finſterſten Blicken auf Sigismund und ſagte barſch:„Sie allerdings, Herr Ambach, haben bei mir nichts mehr zu hoffen, ſondern


