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nen gelernt, daß ſie ſeine Tiſchnachbarin geweſen wat. Wie er überhaupt zu den geiſtreichſten Menſchen ge⸗ hörte, beſaß er auch das nicht immer damit vereinte Talent, es in allgemeiner Unterhaltung wie im Zwiege⸗ ſpräch geltend zu machen. Felicitas bewunderte ihn und fühlte ſich durch ſein Betragen gegen ſie höchſt ge⸗ ſchmeichelt, da er ſich ihr vorzugsweiſe widmete, weil ihm ihr ganzes Weſen gefiel, mit dem ſie Intereſſe für viele Dinge und eine Selbſtſtändigkeit des Urtheils zeigte, die ſonſt jungen Miädchen gerade nicht eigen zu ſein pflegt. So waren ſie einander noch mehrmals in Ge⸗ ſellſchaft begegnet und bald war es wie ſelbſtverſtänd⸗ lich geworden, daß Störmthal, ſobald er Felicitas ge⸗ wahr ward, ſich längere Zeit mit ihr unterhielt, neben ihr ſeinen Platz ſuchte oder auch mit ihr tanzte— eine um ſo größere Auszeichnung von ſeiner Seite, da er kein flotter Tänzer war und entweder gar nicht oder nur ein paar Tänze zu tanzen pflegte. Felicitas, da⸗ mals an das bunte Treiben der Geſellſchaft gewöhnt und ihre Wintertage nach deren Abendfeſten zählend, unbefangen hin lebend von einem ſolchen Vergnügen zum andern, hatte noch nie ſich ſo gut amüſirt, als in der Saiſon, in der Herr von Störmthal, wie man im leichten Converſationston ſagte:„ihr Courmacher“ war. Sie genoß dieſen Triumph nur in den ariſtokratiſchſten Cirkeln, die ihr durch die Stellung ihres Vaters zugäng⸗


