Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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lich waren, denn nur in ihnen erſchien er und eben darum meinte Felicitas, ſich auch nur in ihnen amüſiren zu können. Sie gedachte Störmthals dann, wie ſie des ganzen heitern Abends gedachte, ſie überlegte bald, was ſie das nächſtemal mit ihm ſprechen wollte— und nie hatte ihr Bildungstrieb eine größere Anregung empfangen, als diejenige war, die inſofern von Störm⸗ thal ausging, als ſie Alles daheim nachſchlug und ſtu⸗ dirte, was er etwa berührt hatte— nur um ſich in ſeiner geiſtreichen Unterhaltung keine Blöße zu geben— und dann dachte ſie auch daran, wie ſie ſich kleiden wolle, um ihm zu gefallen und um an Nobleſſe gegen die Da⸗ men des Adels, neben denen er ſie fand, nicht abzuſte⸗ chen. Nie aber hatte er ſie allein geſprochen und nie andere Worte zu ihr geredet, als ſolche, die der ganze Kreis hören konnte, in deren Mitte ſie ſich befanden, nie auch hatte er das Haus ihres Vaters beſucht, wenn ſchon er ihm in Geſellſchaft vorgeſtellt war— ſo war für Felicitas eine Winterſaiſon ſelig und glänzend ver⸗ gangen, als ihr Vater ſtarb und ihre ganze Lebensſtel⸗ lung damit ſo verändert ward! Unter den Beileidsbe⸗ zeigungen, die ſie empfing, befand ſich auch eine Karte von Störmthal— aber ihn ſelbſt ſah ſie nicht wieder. Sie hörte, daß er den Geſandten in die Ferne beglei⸗ tet hätte— und damit meinte ſie, ſei ihr der ſchöne Stern für immer von ihrem Horizont verſchwunden!