Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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„Ich bin zu Dienſten,“ antwortete die andere Män⸗ nerſtimme.

Frau Reichmann kam zu Felicitas heraus, die nö⸗ thige Platte ſelbſt zu holen— indeß flüſterten die bei⸗ den Herren leiſe mit einander und durch die nur halb angelehnte Thür konnte Felicitas einen Blick hinein⸗ werfen.

Sie gewahrte zwei junge Männer— der brunette mit den dunklen Locken und ſchwärmeriſchem Augenauf⸗ ſchlag war ihr fremd, und obwohl er als eine unge⸗ wöhnliche Erſcheinung leicht die Blicke der Begegnenden auf ſich zog, ſo blieben die ihrigen doch an ſeinem äl⸗ teren und keineswegs ſchön zu nennenden Begleiter hän⸗ gen. Er war einige Jahre älter als jener, klein und blond; es lag aber etwas Bedeutendes in dem Aus⸗ druck ſeiner hohen Stirn und dem klaren Blick, mit dem er zuverſichtlich um ſich ſchaute, daß trotz ſeiner an ſich unanſehnlichen Perſönlichkeit eine Begegnung mit ihm nicht ſo leicht vergeſſen ward.

Seit zwei Jahren hatte Felicitas oft an Wilfried von Störmthal gedacht, wenn auch nur von ihm ge⸗ hört, daß er den Geſandten, in deſſen Bureau er arbei⸗ tete, auf einen fernen Poſten begleitet hätte. Als er früher hier in der Reſidenz im Miniſterium beſchäftigt geweſen, hatte ſie ihn im letzten Winter vor dem Tode ihres Vaters in einer größeren Geſellſchaft dadurch ken⸗