Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ſich mit ihnen vereint aufnehmen zu lafſen, oder, wenn ſie allein erſchienen, meiſt nur aus einer Art von Neu⸗ gierde und wurden von Frau Reichmann gewöhnlich etwas mißtrauiſch behandelt. Ihre Gehülfinnen wußte ſie dann namentlich immer von dem Toilettenzimmer und dem angränzenden Glasſalon entfernt zu halten.

So war auch jetzt Felicitas in dem nebenan be⸗ findlichen dunklen Raum beſchäftigt, als ſie drinnen zwei Männerſtimmen Frau Reichmann fragen hörte: ob ſie jetzt Zeit zu ihrer Aufnahme habe, oder ob ſie zu einer andern Stunde wiederkommen ſollten d

„Ich bin bereit,“ war die Antwort,„erſt in einer Stunde erwarte ich Jemand. Bitte, arrangiren Sie ſich!“ ſagte ſie auf den großen Spiegel deutend, neben dem ſich auf einem Marmortiſchchen allerlei Toilettenin⸗ ſtrumente befanden—„ich hole die Platten.“ Bitte, noch einen Augenblick,“ ſprach eine ſchöne ſonore Männerſtimme,„ich bin Violinſpieler und wünſchte nur mit meiner Violine aufgenommen zu wer⸗ den— ich muß ſie erſt aus dem Hötel holen laſſen — ich brachte ſie nicht ſogleich mit, weil ich nicht wußte, ob Sie jetzt Zeit hatten.“—

„In dieſem Falle erſuche ich Sie mich Nachmit⸗ lags, vielleicht um drei Uhr wieder zu beehren— es möchte jetzt nicht Zeit genug bleiben— aber Sie, mein Herr?“