Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ihrer früheren Bekannten ſchon von da an ignorirt, als der Geheimerath ſtarb, und ſie als mittelloſe Waiſe ein Dbdach bei ihren Geſchwiſtern ſuchen mußte, ſo eriſtirte ſie nun auch nicht mehr für Diejenigen, die ihr im Hauſe des Gerichtsrathes noch geblieben waren. Einmal folgte man damit ja nur defſen Beiſpiel ſelbſt; es mußte doch einen„Haken haben,“ daß Felicitas ſo plötzlich ihre Verwandten verlaſſen; man war um ſo berechtigter dies zu glauben, als ihr Bruder bei einer etwaigen Frage nach ihr kurz abbrach, Minette aber dasſelbe mit einem vieldeutigen Achſelzucken that, oder„im Vertrauen“ hin⸗ zufügte, daß ſie allerdings nicht in der Lage wären, al⸗ len Anſprüchen der Familie ihres Mannes zu genügen und daß es für emaneipationsſüchtige Mädchen zuwei⸗ len die beſte Lehre ſei, wenn man ſie ihre eignen Wege gehen ließe. Man hätte Felicitas wohl auch noch dieſe Trennung vergeben, wenn ſie die Stadt verlaſſen hätte— aber daß ſie den Muth hatte in derſelben zu bleiben, und doch— als Tochter eines Geheimeraths!— ſich in eine ſo untergeordnete Stellung zu begeben, bei einer Frau, die eine Art„offenes Geſchäft“ hatte, ſich in dieſem Geſchäft im Dienſt des Publicums verwenden zu laſſen— daran nahm mindeſtens jede junge Dame aus den Kreiſen der Geheime⸗ wie Gerichts⸗ und aller andern Räthe Anſtoß— und Felicitas verlor um ſo mehr alle ihre alten Bekannten, als ſie ſelbſt, um Zu⸗ 5