Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ſich einen andern Beruf ſelbſt zu erobern. Sie habe bisher geglaubt, ihm die ihr erwieſene Güte dadurch vergelten zu können, daß ſie die Pflegerin ſeiner Kin⸗ der, die Gehülfin ſeiner Gattin ſein— aber jetzt, wo ſie erfahren, daß man ſie je eher je lieber aus dieſer Stellung hinwegwünſche, werde ſie einen Plan ausfüh⸗ ren, den ſie längſt für dieſen Fall gehabt, ſie werde unter fremden Leuten ihr Brod und einen Lebenszweck ſuchen.

Der Bruder murmelte nur etwas von Phantaſte⸗ reien und Weibergrillen und verließ ſie mit dieſem Worte, da er ſchon die Acten unter dem Arm und den Hut in der Hand hatte, um wie alltäglich zur beſtimmten Stunde auf das Gerichtsamt zu gehen.

Dann waren einige Tage vergangen, ohne daß von alledem wieder die Rede war. Alles ging im früher gewohnten Geleis ruhig weiter. Felicitas war nur einige“ Male ausgegangen, ohne zu ſagen wohin? was ſie ſonſt nicht zu thun pflegte; ſonſt war ſcheinbar Alles, wie es immer geweſen— obwohl eine ſchwüle Stimmung über der Familie lag, die es zu keinem gemüthlichen Augen⸗ blick kommen ließ, wenn Minette auch auf Felicitas viel mehr freundliche Rückſicht nahm wie früher und wenn auch die zarteſte Aufmerkſamkeit für jene zu haben

ien.

Dann eines Abends faßte Felicitas den Entſchluß