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ſah, der an jenem Abend zu ſpät nach Haufe gekom⸗ men war, um noch mit ſeiner Schweſter zu ſprechen, wohl aber nicht zu ſpät, um von ſeiner Frau noch lange Klagen über die immer größer werdenden Prätenſionen ſeiner Schweſter mit anzuhören— da ſagte ihm dieſe, daß ſie nun, wo ſie die Entdeckung gemacht habe, daß ſie ſeiner Frau nur eine„Laſt“ ſei, nicht länger in die⸗ ſem Hauſe bleiben könne und ſich eine Exiſtenz anderswo ſuchen wolle.
Der Bruder nahm dies erſt für Redensart, für krankhafte Empfindlichkeit, ſchalt auf die Frauen, von denen ſich nie zwei in einem Hausſtand vertragen lern⸗ ten, ſelbſt wenn ſie vorgäben einander zu lieben u. ſ. w. Nebenbei erklärte auch er, daß es nur krankhafter Eigenſfinn von Felicitas ſei, einen ſo reſpectabeln Mann wie Baum auszuſchlagen, der allerdings kein Roman⸗ held ſei, ſondern ein praktiſcher Ehrenmann. Zu hei⸗ rathen ſei des Weibes Beſtimmung, und diejenige, der ein rechtſchaffener Bewerber, nur weil er kein Phantaſt, kein Ausbund von Schönheit ſei, nicht annehmbar wäre, dürfte ſich nicht beklagen, wenn ſie ſich dann allein und verlaſſen in der Welt fühle und zu ſpät bereue, daß ſie durch eigne Schuld ihren Beruf verfehlt habe.
Da hatte ihm Felicitas erklärt, daß ſie es für ei⸗ nen Frevel halte, nur aus derartiger Berechnung in die Ehe zu treten und daß ſie noch Kraft zu haben hoffe,


