aber wieder unterbrach ſie der Donner. Sie wußte nicht, ob es Spott oder Ernſt war, als Sigismund ſagte: „Sie ſprechen ja wie eine Seherin!“
Ein wenig davon gereizt entgegnete ſie:„Denken Sie nur einſt an dieſe Stunde!“
„Ich werde immer daran denken!“ rief er plötzlich wieder im weichſten Tone ſeines modulatſonsreichen Drgans und faßte ihre Hand.„Wohl mir, wenn Sie mich immer ſo bei ſich ſelbſt vertreten! ich danke Ihnen dafür noch mehr, als ich Ihnen dafür danken wollte, daß Sie meine Vertreterin bei meinen Eltern waren!“
Jetzt dachte Editha mit Schrecken daran, daß ſie dies aber noch nicht bei ihren Eltern geweſen war, und ſie geſtand es, um ſeinen Dank von ſich abzuwehren. „Es iſt darum gut, daß Sie nicht in das Schloß kamen und ich laſſe Sie auch heut lebend nicht hin.— Sehen Sie, das Wetter läßt nach— ich werde bald gehen können.—“
„Aber doch nicht ohne meine Begleitung?“
„Sie haben hier näher in das Dorf— ich gehe allein.“
Aber er lachte nur über ihre Anordnung und blieb bei ſeinem Vorſchlag von vorhin: allein in das Schloß zu gehen, und ihr die nöthigen Sachen zu holen.
„Ich werde hier nicht allein zurückhleiben— ich fürchte mich!“


