Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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allein der Kunſt zu widmen! Und Sie haben mir dieſe Wahl vergeben, ehe Sie wußten, daß Sie die Veranlaſſung dazu ſelbſt gegeben hatten!“

Editha ſchüttelte halb mißbilligend, halb doch glücklich lächelnd mit dem Kopfe:„Das iſt nun auch nur ſo ein— blitzartiger Einfall—“ ſie wählte dies Wort, weil in dem Augenblicke, da ſie ein Beiwort brauchte, gerade wieder ein Blizſtrahl herabzuckte und ſeinen bläulichen Glanz auf Sigismund's Geſicht warf.—„Sie hatten vielmehr dieſe Idee ſchon lange mit ſich herumgetragen und viel mehr noch kam ſie Ihnen in ſolchen ſtillen Dämmerſtunden wie oft hier im Schloß, oder in dem heimathlichen Schulhaus, oder in Ihrem Studirzimmer, wenn Sie auf der Vio⸗ line phantaſirten und dabei ein Geſicht machten, als ſähen Sie den Himmel offen und lauſchende Engels⸗ köpfe hinter zartem Gewölt— gehen Sie, ich kenne Sie beſſer— nicht Ehrgeiz und Eitelkeit haben Sie verlockt, ſondern Sie fanden nur einem Genins gegen⸗ über plötzlich den Muth ihm nachzuſtreben und das auch vor der Welt zu bekennen. Der Beifall eines geputzten Publicums aber, unter dem ich mir ſelbſt oft vorkomme wie„unter Larven die einzige fühlende Bruſt“— der hut Sie nicht beſtimmen können. Und wenn Sie ihn einſt ſelbſt wecken und ernten werden— er wird Sie nur auf kurze Zeit befriedigen!“

Vielleicht hätte Sie ſo noch weiter geſprochen—