Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ßen und drängte ſich wie Schutz ſuchend dicht an die Falten ihres Kleides.

Anfänglich lachte ſie über die Situation, dann ſagte ſie:„Die Mutter wird ſich ängſtigen!“

„Nur einige Minuten laſſen Sie mich hier!“ bat er, „dann ſpringe ich in das Schloß, hole Ihnen Regenſchirm, Ueberſchuhe und Alles, was ſie wünſchen.“

Sie erklärte ihm eifrig, daß ſie es nicht ſo ge⸗ meint und als dann wieder ein helles Aufleuchten des Blitzes und ein ſtarker Donnerhall ſie unterbrochen hatte und dann eine Pauſe folgte, in der man nur den Re⸗ gen auf das Laub rauſchen und über den Marmor auf⸗ ſpringend plätſchern hörte, begann er:

„Wiſſen Sie, wann ich Sie zuletzt geſehen habe?“

„Nun, im vorigen Herbſt— ich dachte nicht, daß ſo viele Monate vergehen würden, ehe wir uns wieder⸗ ſähen!“ freilich, Sie haben mich nicht ge⸗ ſehen— aber ich ſah Sie gar wohl, wie Sie ganz in ſchwere Roſa⸗Seide gekleidet, ein Roſendiadem auf den blonden Locken, unter der dichtgedrängten Menge des Concertſaales ſaßen, aus der ich Sie doch gleich her⸗ ausfand— ich ſah, wie Sie entzückt die in weißes Glact gehüllten Hände aneinanderſchlugen und wie Sie, noch nicht zufrieden mit dieſem Zeichen des Beifalls, Ihren großen Strauß, der für Ihre kleinen Hände in

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