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die Fronte empfing, an der die Säulen ſtanden. Vier Säulen bauten ein zweites Stockwerk darauf, zu dem man nur von der Anhöhe aus gelangte, an der dies Ge⸗ bäude ſich lehnte. Unten bot es einen kühlen Raum in ſommerlicher Hitze und oben einen ſchönen Fernblick über den Park und das Schloß nach den waldigen Bergen. Der Weg zu der Anhöhe und dem oberen Stock des Marmorhauſes wand ſich ſeitwärts empor— aber dieſen verſchmähend ſprang ein junger Mann die Raſenhöhe im ſchnellen Lauf hinab und auf Editha zu— der Pfau ſchrie erſchrocken auf und ſeine Herrin rief in äußerſter Ueberraſchung:
„Sigismund!“
Ein junger Mann ſtand vor ihr und hielt ihre Hand in der ſeinen.
Er war ſchlank und hoch aufgewachſen und zeigte jenes blühende Ausſehen und jene friſche Elaſticität der Jugend, die im vier und zwanzigſten Lebensjahre ihr un⸗ veräußerliches Recht ſein ſollten und doch ſo oft ſchon durch eignen Muthwillen zerſtört ſind. Sigismund Ambach hatte etwas dunklen Teint, der aber zu ſeinen dunklen, ziemlich langen Locken, dem kleinen Schnurrbart, den regel⸗
mäßigen Bogen der dichten Augenbrauen und den langen ſich verſteckten, vortrefflich paßte. Das ebenmäßige Profil mit der faſt griechiſchen Naſe und den blendend weißen
Wimpern, hinter denen ein paar glühend dunkle Augen


