Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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nicht— aber erſt muß man ſich doch über ihn vergewiſ⸗ ſern, ehe man ihn ſelbſt ganz ſinken läßt und die acht⸗ baren armen Eltern ſo im Innerſten kränkt.“

Während die Paſtorin dies milde Princip zu be⸗ kämpfen ſuchte, ging Editha mit ihrem Pfau weiter in das Dickicht, ſo daß ſie bald den bange nachſpähenden Blicken der Mutter entſchwunden war. Der Pfau ließ ſein mißvergnügtes Schreien hören und indeß dieſer Ton, der bis in das Schloh hinaufdrang, von den Damen für das Zeichen baldigen Regens gehalten ward, war er für Editha— gleich dem Bellen eines Hundes— das Zei⸗ chen, daß irgend Jemand in dieſer Einſamkeit ſich ihr nähere.

Sie war nicht furchtſam und an das Alleingehen ſo gewöhnt, daß ſie vor keiner Begegnung zitterte, am We⸗ nigſten hier im Park, der meiſt nur von bekannten Per⸗ ſonen betreten ward— aber heute ſah ſie ſich ſcheu nach allen Seiten um und wußte nicht, was ihr plötz⸗ liches Herzklopfen zu bedeuten hatte.—

ie war eben an einem jener phantaſtiſchen Ge⸗

bäude angekommen, an denen der Park ſo reich war. ies, an dem ſie ſich befand, nannte man„das Mar⸗ morhaus.“ Griechiſche Säulen aus dunklem, weiß durch⸗ äderten Marmor, echs an der Zahl, zu denen eben ſo viele Stufen emporführten, bildeten den Eingang zu einer fenſterloſen Halle, die Licht und Luft nur durch