Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ſchelte und er da„wie das Kind im Hauſe“ war. In⸗ deß die Pfarrerin dachte: wenn er nur einmal ganz als Subſtitut im Hauſe ſei, ſo wollte ſie es ſchon ein⸗ zurichten wiſſen, daß er ihr als Schwiegerſohn nicht ent⸗ gehen könne, nöthigenfalls hoffte ſie auch die Beſtim⸗ mung durchzuſetzen, daß nur derjenige dereinſt Ausſicht habe, der Nachfolger ihres Gatten zu werden, der einer von deſſen Töchtern die Hand reiche.

Die Frau Paſtorin beſaß gleich vielen Frauen ein ausgezeichnetes Talent für die Intrigue— ſie hatte es zuerſt an ihrem Gatten geübt, bis der ganz und gar von ihr beherrſcht ward und ſelbſt eigentlich nicht wußte, wie das nur ſo hatte kommen können— dann wußte ſie es in der Gemeinde geltend zu machen und ſeit ihre Töchter heirathsfähig waren, richtete ſie es haupt⸗ ſächlich darauf, ſie dies Ziel erreichen zu laſſen. Hierbei war ſie noch nicht ſehr glücklich geweſen— um ſo eifriger war ſie nun in ihrem Bemühen und um ſo weniger bebte ſie auch vor den weitausgehendſten Plä⸗ nen zurück.

Der Paſtor Leutner war ſechszig Jahre und konnte ſein Ant noch verſehen, wenn man nicht zu große An⸗ ſprüche an ihn machte, indeß begann ſeine Taubheit, die etwa ſeit einem Jahrzehent nur auf einem Ohr bemerklich geweſen, ſich jetzt von Jahr zu Jahr zu ver⸗ ſchlimmern und die Paſtorin fürchtete, man könne ihn,