ter waldeinwärts ging, folgte ihr nur einer der Pfauen, der fortwährend an ihrer Seite blieb.
Editha wußte nicht, daß ſie während dieſer harm⸗ loſen Gartenſcene nicht allein von ihrer Mutter, ſondern auch von der Frau Paſtorin beobachtet ward, die nur eben gekommen war, um auf dem Schloß die„ſchrecken⸗ erregende Neuigkeit“ von Sigismunds„Umſatteln“ mit⸗ zutheilen und natürlich Alles in der gehäſſigſten Weiſe darzuſtellen.
Die Paſtorin Leutner hatte mehrfache Gründe, mit Sigismunds Handlungsweiſe unzufrieden zu ſein. Ihr hauptſächlichſter Grund war aber der, daß Sigismund nun nicht der Subſtitut ihres Mannes werden konnte! Sie hatte ja auf diefen Plan den zweiten gebaut, daß er dann auch zugleich ihr Schwiegerſohn werde. Denn ſie war Mutter von vier hoffnungsvollen Töchtern und von dieſer war bis jetzt nur eine, die Zweite, verheirathet an einen Paſtor Schäfer, mit dem ſie in ziemlicher Ent⸗ fernung auf einer kleinen Landpfarre kein ſehr freuden⸗ reiches Daſein hatte. Für die drei andern Schweſtern hatte ſich aber noch kein Freier finden wollen und die Mutter hoffte nun vorerſt auf Sigismund. Zwar hatte er ſich gerade nie beſonders zuvorkommend gegen„ihre Mädchen“ gezeigt und es auf der Pfarre überhaupt ſtets nur bei den nöthigſten Beſuchen bewenden laſſen— kein Wunder faſt, da man ihn ja auf dem Schloſſe verhät⸗


