Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ſeinen majeſtätiſchen Hals vor Editha neigte, das dar⸗ gebotene Futter von ihrer kleinen Hand zu nehmen, da kam vom nächſten Baum, auf dem er ſchon den Platz zur Nachtruhe geſucht hatte, ein buntſtrahlender Pfau herabgeflogen und pickte im Nu mit dem ſpitzen Schna⸗ bel auf dem niedlichen Köpfchen, das eine eigenthüm⸗ liche Krone trägt, die Brocken auf, dem breiten Schnabel des Schwanes zuvorkommend— dann ſchlug er trium⸗ phirend ein Rad und trippelte ſeitwärts. Andere Schwäne und Pfauen kamen nun von beiden Seiten herbei, ſchüch⸗ terner und beſcheidener als jene, aber doch befand ſich das Mädchen mitten in einem Kreis großer Vögel, die ſie wie eine Fee erſcheinen ließen, um deren Gunſt die wunderbarſten Geſchöpfe ſich ſtritten.

Nachdem ſie ein Weilchen ſich an dieſem doch ziem⸗ lich harmloſen Kampf erfreut, ſuchte ſie ihn dadurch zu beenden, daß ſie eine Hand voll ihrer Krumen in's Waſſer warf und dann mit ihren Spenden inne hielt— die Schwäne kehrten zurück in ihr eigentliches Element, ſegelten und ſchnappten den Ringen nach, die von Edi⸗ tha's Wurf auf dem glatten Waſſerſpiegel entſtanden waren— die Pfauen hatten am Ufer das Nachſehen— die einen ſchlugen Rad, weil ihnen ja doch nichts Anderes zu thun blieb, die andern klagten und zürnten in ziemlich unmelodiſchem Geſchrei. Nicht lange, ſo war die Schaar auseinander geſtoben und als Editha wei⸗