Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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gothiſchen Fenſter an der Weſtſeite des Schloſſes wie im Brillantfeuer auf, um ſich dann ſchnell wieder zu verdüſtern. Solche einzelne Lichter zuckten auch über das Waſſer und die darauf ſchwimmenden Nymphäen, dieſe Inbegriffe aller Blumenpoeſie. Große, halber⸗ ſchloſſene weiße Dolden, die goldene Kleinodien in ſich zu wahren ſchienen, ſchwammen auf breiten grünen Blättern, die ihnen gleichſam als Gondel zu dienen ſchienen, auf dem blaugrünen Waſſerſpiegel. Es wogte und webte um ſie wie ein ſüßes ſeliges Geheimniß, das nur einem geweihten Auge ſich offenbaren mochte. s war wie der ſüße Zauber eines Traumes, wie ein pve⸗ tiſches Märchen von der Natur ſelbſt gedichtet! Und zwiſchen dieſen Blumen hin, ohne ſie zu beſchädigen oder nur zu ſtören, ruderten ſilberweiße Schwäne mit auf⸗ gehobenen Flügeln und kamen nahe an's Ufer, wo Editha weilte. Sie ſchonten die Blumen und rauſchten durch das Schilf, das da und dort über ihnen faſt zuſam⸗ menſchlug und ſchon hohe Blüthenſtengel aufgerichtet hatte zu künftigen Waffen, die jetzt noch in ſammetnen

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Scheiden ſteckten.

„Kommt nur, kommt!“ rief Editha den Schwänen zu und betrat den ſammetnen Grasteppich, der bis zu dem Schilf hinüberreichte. Und indem der größte Schwan ſein ſilberweißes Gefieder ſchüttelte, daß die Waſſertropfen im glänzenden Geflimmer davon abperſten und er nun

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