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geiſterung zu betrachten— aber ich fand bald, daß ich ihren modernſten, vom Staate autoriſirten Auslegern nicht beiſtimmen konnte— ich erkannte noch ſchneller, daß ich ein anderes Chriſtenthum daraus ſchöpfte, als dasjenige, welches der Staat in officieller Weiſe mir aufdringen wollte und ich fühlte mich unfähig, ein Be⸗ kenntniß zu beſchwören, das ich im Widerſpruch fand mit meiner Vernunft und meinem Empfinden. Aus dieſen Zweifeln und Kämpfen, die dadurch in mir her⸗ vorgerufen wurden, flüchtete ich mich wieder in die
freien und doch auch auf ewige Geſetze gegründeten
Regionen der Tonkunſt und fand in dieſem Gebiet alle die innere Harmonie wieder, die ich in jenem verlor! Und warum ſoll ich nun nicht mein ganzes Leben an einen Beruf hingeben, der mein eigenſtes Lebenselement iſt und in dem ich die Kraft fühle, etwas leiſten zu können, während ich in dem andern mich ewig fremd fühlen, immer ein Stümper ſein würde?“
Darum zürnt mir nicht— ich habe den entſcheiden⸗ den Schritt gethan— ich erkannte unter dem jetzt herrſchenden Syſtem in den Angelegenheiten des Cultus meine Unfähigkeit, das Examen als Candidat nach Wunſch zu machen— noch mehr! ich bekannte, daß es mir unmöglich ſei einen Eid auf ein Bekenntniß abzulegen, in dem ich nur Fälſchungen des wahren Chriſtenthums finden könne— und ſo genügte denn auch dieſe ein⸗


