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dieſe liebliche Geſtalt von neunzehn Jahren gegoſſen, die noch jünger erſchien, weil noch kein heißer Hauch ſie berührt, kein Kummer ſie getroffen, keine Sorge ſie gequält hatte, und der ſich ſelbſt eine ſtille Sehnſucht, die in ihrem unſchuldigen Herzen wohnte, zu dem träu⸗ meriſchen Glück einer ſüßen Erinnerung verklärte.
So war ſie fröhlich an einem heitern Junimorgen durch den Park gewandert und hatte zufällig das Ende desſelben erreicht, von dem die Straße in das nahe Friedleben führte.
„Frau Schulmeiſterin, guten Morgen!“ rief ſie fröhlich einer älteren Frau entgegen, die gerade des Weges auf ſie zukam.„Kommen Sie zu uns? Das iſt ja ſelten, daß man Sie einmal am Morgen ſieht!“ Und ſie ſtreckte der Frau mit Herzlichkeit die Hand ent⸗ gegen.
Die Frau des Schulmeiſters Amb leben, die ſo herzlich willkommen geheißen ward, mochte etwa fünfzig Jahre zählen, aber
Sorgen und ſchmale
Koſt bei raſtloſer Arbeit mochten ſie wohl früh gealtert ſchon ziemlich in's Graue überge⸗ Langen und dabei ſo ſpärlich, daß ein dichtes weißes Häubchen eine seſt nothwendige Bedeckung dafür war. er ganze hubländliche, halbſtädtiſche Anzug zeigte eben ſo viel Dürftigkeit als Sauberkeit. Sie legte ihre rauhe, von Arheit abgemagerte Hand in die zarte, noch
ach von Fried⸗


