um der umſichtigen Coütrole willen immer wachſam auf ihrem Poſten und in jeder Beziehung pflichtgetren zu ſein.
Inmitten dieſes umſichtigen Bienenfleißes der Eltern war Editha freilich nur der Schmetterling, der durch
Garten und Wald fröhlich dahingaukelte. Sie lebte
heiter und glücklich mit der Natur, genoß Alles, was dieſe ihr bot, und erhöhte ſich ſelbſt die Reize dieſes idylliſchen Daſeins durch ihre kindliche Hingabe an die⸗ ſelbe. Sie hatte ſich Tauben und Hühner gezähmt und ſo bald ſie nur über den Hof ſchritt, flatterte es in allen Ecken auf und hin zu ihr. Die Pfauen durften ſie mit in den Park geleiten und die Schwäne waren ſtets die Begleiter ihrer Gondel, die ihre kleine Hand allein und feſt zu führen verſtand. Eine Voliere im Garten war unter ihrer beſonderen Obhut und an die Blumen, die ſie im eigenen Zimmer pflegte, durfte nur ſelten die Hand des Gärtners ſich wagen.
Aber wie ſehr ſie auch trotz den zuſtutzenden Hän⸗ den von Gonvernanten und reſidenzlicher Penſion Natur⸗ kind geblieben, ſie beſaß darum doch Kenntniſſe und Talente genug, um die ſie Tauſende beneiden durften, wenn ſie auch nicht wie jene mit ihnen prunkte, ſon⸗ dern mehr im ſtillen Cultus des Hauſes ſich ihrer er⸗ freute.
So war der Hauch des reinſten Seelenlebens über
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