Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

12

ihre Antwort beleidigt und endlich zu der Erkenntniß gebracht zu haben, daß es für ihn gerathener ſei, ſich nicht weiter um ihre Gunſt zu bemühen. Aber ſie hatte ſich getäuſcht, er fuhr fort:Indeß ich denke, es giebt im Leben ſo wichtige Angelegenheiten, gegen welche die kleinen alltäglichen Geſchäfte doch momentan ihre Wich⸗ tigkeit verlieren.

Während er ſprach, nahm Minette ihren Kleinen an der Hand, um mit ihm das Zimmer zu verlaſſen, und gleichzeitig ſagte Felicitas:Bitte, mein Herr, dies Zimmer iſt nicht geeignet Beſuche zu empfangen, ich werde Sie, wenn es ſein muß, mit in das Wohnzim⸗ mer begleiten, aber ich verſichere Sie im Voraus, daß ich

Er unterbrach ſie, indem er ihr an der Thür den Weg vertrat, dieſe hinter dem Kinde und ſeiner Mut⸗ ter ſchloß und begann:Nein ich bin Ihnen dank⸗ bar, daß es ſo gekommen, daß ich ohne Zeugen mit Ihnen reden kann und gerade hier in dieſem ſtil⸗ len Raum, den ich noch nie betreten durfte und in dem ſich gerade Ihr ganzes Sein und Walten am ſchönſten offenbart. Ja, theure Felicitas ich ehre die Befan⸗ genheit des ahnungsvollen Mädchens, das gerade heute vor mir floh, heute, wo ich komme, um die Entſchei⸗ dung meines Lebens in Ihre Hand zu legen.

Bitte, mein Herr, fiel ihm Felicitas vor ſeiner