Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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theil von ihrer Mutter, zu dem auch deren einſtige Aus ſtattung gehörte, war Alles, was Felicitas noch für ſich behielt und im Augenblick des Schmerzes, den ihr na⸗ türlich der Tod des zärtlich geliebten Vaters verurſachte, wie bei der plötzlichen ſchrecklichen Entdeckung ihrer faſt gänzlichen Verarmung mußte ſie es als ein großes Glück empfinden, daß ihr der Stiefbruder ein Zimmerchen in ſeiner Wohnung anwies.

Nicht nur er ſelbſt, ſondern auch ſeine Gattin, weich geſtimmt von dem auch ſie mit betreffenden Ver⸗ luſt denn der Schwiegervater war ihr immer mit Herzlichkeit zugethan geweſen und doppelt den plötz⸗ lichen Schickſalswechſel der Schwägerin bemitleidend ſuchten Felicitas mit ſchonender Liebe zu behandeln. Auch dieſe ſelbſt that Alles, ſich als ein nützliches Glied in das ihr neu ſich bietende Familienleben einzufügen, ob⸗ wohl ihre Anſichten und Gewohnheiten in vielen Stücken von denen Minettens abwichen.

So herrſchte Anfangs die zarteſte Rückſichtnahme zwiſchen den drei auf einander angewieſenen Menſchen. Felicitas pflegte die Schwägerin im Kindbett, führte die Wirthſchaft und pflegte die Kinder, ſo gut ſie es eben verſtehen mochte. Vieles, was damit verbunden war, erſchien ihr freilich ungewohnt, aber ſie ſuchte auch bei der aufreibendſten Thätigkeit die Seufzer zu unterdrücken, die unwillkührlich in ihr aufſtiegen. Oft genug mußte