Teil eines Werkes 
21. Band, Eugenia : 3. Theil (1833)
Entstehung
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befohlen. Der Großherzog aber fand jetzt die ver⸗ lorene Würde der Seele wieder, indem er dem Tra⸗ banten der Tyrannei entgegnete: Sage Deinem Herrn, daß ich meinen Sohn nie freiwillig zum ſchändlichen Dienſt überliefern werde, lieber ſoll er den Henker ſchicken.

Nicht lange ließ dieſer auf ſich warten, führte den vierzehnjährigen Knaben hinweg und enthauptete die übrigen vor den Augen ihres Vaters, deſſen Leich⸗ nam auf die noch zuckenden Körper ſeiner Söhne fil. Sie wurden nackt und unbegraben weggeworfen. Notaras letztes Wort war: Gerecht biſt du, o Herr!*)

Der Kardinal Iſidor und der Protoveſtiarios Phranzes wanderten in die Sclaverei, aus welcher jener allein, und dieſer mit ſeinem Weibe nachmals entflohen;**) doch von den übrigen Gliedern des Hauſes Phranzes hat Niemand wieder etwas gehört.

Hier ſagt der böhmiſche Weltgeiſtliche, der Ueber⸗ ſetzer der Legende: Alles ſei ihm darin klar, nur die Beſtätigung des Gennadios im Patriarchate nicht, die ihm der Sultan mit großem Gepränge ertheilte, ſtatt ihm verdientermaßen den Kopf abzuſchlagen, als dem, welcher den Uebertritt der ketzeriſchen Griechen zur alleinſeligmachenden Kirche allein verhindert habe; doch hofft der fromme und andächtige Diener des Herrn, ihn jenſeit ganz gewiß in der Muſterrolle der Verdammten zu finden.

Geſchichtlich. 2*) Geſchichtlich.