bat, flehte Irene: thut es nicht, und ſchwöret es mir mit einem heiligen Schwure zu, da⸗ mit die dunkle Macht, die hier mich leitete, dort keinen Theil an mir habe!
Ich ſchwör's bei meines Vaters Geiſte, bei dem Säbel, womit er umgürtet geweſen, bei den einmal hundert vierundzwanzig tauſend Propheten der Gläubigen, und bei'm Koran! gelobte der Padiſchah, und neigte ſich auf die Geliebte mit allen Zeichen des ungemeſſenſten Schmerzes her⸗ ab. Noch hatte Irene ihr zweites Begehren nicht ausgeſprochen, als er verzweifelnd rief: Sie ſtirbt an Gift, ſie haben ſie mir gemordet! o ſtirb nicht, Du Freude meines Herzens!
Mit den zärtlichſten Schmeichelnamen ſie rufend, ſuchte er Irene zu erwecken, aber als er erkannte, daß ihr Herz aufgehört hatte zu ſchlagen,
barg er ſein Geſicht lange in die Kiſſen des
Lagers, und da er es, bleich und regunglos, wandte, lag der Protoveſtiarios und die ganze Familie der Phranzes vor ihm auf den Knieen. Nachdem er ſie eine Weile ſchweigend betrachtet, ſprach er mit ſchneidender Kälte: Verdankt dieſer Todten Euer Leben und ſchreibt Eure künftige Sclaverei Euern Verbrechen zu— und verließ


