Teil eines Werkes 
21. Band, Eugenia : 3. Theil (1833)
Entstehung
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trat ſie Mohammed, umgeben von ſeinen Großen. Von glühender Leidenſchaft getrieben, eilte er zu⸗ erſt nach dem Palaſte der Phranzes, vor deſſen Pforte er ſein Gefolge zurückließ. Entſetzt warf ſich ihm Alles zu Füßen, er aber forderte ge⸗ bieteriſch, vor die Tochter des Großdomeſtikos ge⸗ führt zu werden, und bebte erbleichend zurück, als man ihn vor eine Sterbende geleitete. Ge⸗ wöhnt an die unbedingteſte Erfüllung des klein⸗ ſten wie des ungemäßigteſten Wunſches, hatte ſein Geiſt keine Fähigkeit, das völlige Fehlſchlagen ſeines Lieblingsgedankens vorerſt nur zu faſſen. Er ließ es geſchehen, in dumpfes Hinſtarren ver⸗ unken, daß Irene ſeine Hand faßte, und kam erſt wieder zu ſich, als ſie mit matter Stimme ſprach: Ein Höherer hatte anders beſchloſſen, als wir wollten. Ihr wolltet der Lebenden Alles gewähren, und es ward Euch verſagt, gewährt nun der Sterbenden zweierlei, woran Euch Nie⸗ mand hindern kann!

Sich am Lager niederlaſſend und den thränen⸗ ſchweren Blick abwendend, ſagte Mohammed: Verlange, was Gott in meine Macht legte, und ich werde Deinen Wunſch zu erfüllen eilen.

So thut das nicht, warum ich jüngſt Euch