Teil eines Werkes 
21. Band, Eugenia : 3. Theil (1833)
Entstehung
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nicht erreicht hätte, und die ganze Vevölkerung wogte nach der Hafenſeite hin, wo das Schwert der Saracenen noch nicht blitzte, um ſich auf griechiſche und genueſiſche Schiffe zu flüchten. Als aber die Thorwache den Andrang der Menge gewahrte, ſperrte ſie die Thore, von einem alt⸗ en Aberglauben verleitet, nach welchem die Tür⸗ ken, bis in die Mitte der Stadt vorgedrungen, von den Einwohnern zurückgetrieben werden würden. Als die Geängſteten ihren Rettung⸗ verſuch ſomit vereitelt ſahen, ſtrömte Alles nach der Kirche Aja Sophia zu, welche ſich binnen wenigen Minuten mit Menſchen jeden Alters und Standes füllte. Die Thüren wurden ge⸗ ſchloſſen und Tauſende inbrünſtiger Gebete zum Himmel geſchickt. Heftige Schläge an die Haupt⸗ thore des größten Tempels der Chriſtenheit bracht⸗ en neuen Schreck unter die zuſammengepreßte Menſchenmaſſe, denn ſie waren ein Zeichen, daß die Türken auch den heiligen Ort nicht achten würden. Bald ſtürzten die Thüren unter den Aexten der Wüthenden, und das Volk ward ge⸗ feſſelt wie zahmes Schlachtvieh in die Knecht⸗ ſchaft geführt.

Nach entſchiedener Einnahme der Stadt be⸗