der Schwägerin Zuvorkommen und des Bru⸗ ders, obgleich minder häufig und nur in wenigen unbeſchäftigten Augenblicken hervortre⸗ tende Zutraulichkeit. Vielleicht bemerkte ſie auch nicht ganz ohne Vergnügen, wie das, was ſie von dem Despoten Theophilos bisher getrennt, allgemach an Kraft verlor; ihr gekränkter Stolz labte ſich an den Merkmalen jener zar⸗ ten Aufmerkſamkeit, die er ihr zu erzeigen begann, verſchieden von jener frühern, die ihr ſo ſehr mißfallen, eben ſo wie der Ausdruck ſeines Auges, wenn es ſich jetzt auf ſie wandte, eine Veränderung, die keinen unangenehmen Eindruck auf ſie, augenſcheinlich aber auf ihre Angehörigen den erfreulichſten machte.
Der gewiſſenhafte griechiſche Legendenſchrei⸗ ber, wiewohl offenbar ein eifriger Panegyriker ſeiner Heldin, welche hoffentlich in der Folge ſein Lob beſſer rechtfertigen wird, als es vielleicht bisher geſchehen, geſtehet doch, es habe ſolch heilſamer Umgeſtaltung noch ein anderer fremdar⸗ tiger Umſtand untergelegen, deſſen Anführung unſers Erachtens den frommen Mann als ei⸗ nen nicht geringen Kenner der weiblichen und jugendlichen Gemüther darſtellt.


