Teil eines Werkes 
20. Band, Eugenia : 2. Theil (1833)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſie zurück. Sie mag Dir gleichfalls eben er⸗ ſcheinen und beſchränkt, auch mir erſchien ſie eben, doch nicht beſchränkt, denn frühzeitig hatte ich die Schranken kennen gelernt, die heilſam auch die Höhe des Lebens umringen. Mir ward eine würdige Beſtimmung, ich hoffe ſie erfüllt zu haben; eine gleiche, wenn es ſeyn kann, eine höhere noch wünſcht die Pa⸗ laeologa ihrer Tochter; es werde ihr indeß von derſelben die Mahnung, daß keine Beſtimm⸗ ung das Daſeyn beglückt, noch das Gemüth befriedigt, es ſei denn, daß man ihrer würdig eingehe zu ihr, und nimmer mag man es ſeyn, ſo man ihre Begrenzung verkennt. Un⸗ ermeßlich iſt das Reich der Wünſche und Ge⸗ danken, eng iſt die Wirklichkeit, und wer ihre Grenzen nicht achtet, oder wähnt, ſie nach Gelüſten ausdehnen zu können, der wird, fort und fort an ſie ſtoßend, ſich verletzen, und ver⸗ letzt mit Unmuth zur nüchternen Pflicht zurück⸗ kehren zu dem entzauberten Gefilde, das man ſelbſt ſeiner Blumen entkleidete, wie erhaben auch die Pflicht ſei, wie reich das Gefilde, denn nimmer mögen ſie ſie dem vergleichen, was die entfeſſelte Einbildekraft ſchuf.