daß ich ihn der verleihen könnte, die einſt mit mir in ferner Jugendzeit einträchtiglich ſtand am Stuhle des Gebieters, der verloren gegan⸗ genen Schweſter!——
Drauf ſagte die Schwarze halb ſchmerz⸗ lich, halb zornig: Höhneſt Du mich mit Dei⸗ nem Mitleid, übermüthige? Wohl habe ich einſt jenen Troſt gekannt wie Du, aber ich kenne ihn nicht mehr, ich will, ich darf ihn nicht kennen. Triumphire nicht zu früh, auf gleicher Stufe ſtehen wir hier, und vielleicht wird Dir die Freude verkümmert und auf Au⸗ genblicke die Ruhe geſtört, in welcher Du läch⸗ elnd auf mich herabſchaueſt, und das iſt mein Streben, denn ich haſſe die Ruhe und die Ruh⸗ igen, die den leichten Dienſt verrichten auf ewig ebener Bahn und ohne Beſchwerde. Eine Sclavin nenneſt Du mich, nun wohl, ich bin eine Sclavin und finde Freude in der Mühe des Dienſtes, in der Anſtrengung und Raſt⸗ loſigkeit.
Du haſt dieſe Bahn gewählt— entgegnete die Weiße: und mußt auf ihr wandeln; ſo ſchreite denn fort, doch weißt Du, daß mächtige Schranken ſie bezeichnen, wahre Dich,


