Teil eines Werkes 
20. Band, Eugenia : 2. Theil (1833)
Entstehung
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will ich denn auch bleiben wie ich bin, eine treue Dienerin des Weſens, dem die Thnlich⸗ keit des Sinnes mich verbindet und des Ge⸗ ſchickes. Du weißt, ich muß es ſeyn, drum gehe Deinen Weg und laß mich den meinen gehen.

So lange Du nicht abweicheſt von ihm und den meinigen durchkreuzeſt, muß ich es geſtatten, denn ſolches war der Wille des Herrn.

Und weiche ich denn von ihm ab? fragte die Abyſſinierin mit dem Tone des Unmuthes. Verlaſſe ich ihn denn, der zum Ziele führet, dem einzigen, das zu verfolgen mir beſchieden, zum einzigen Preiſe, der mir zu erreichen ver⸗ gönnt iſt? Und er iſt, daß, was mir gewor⸗ den, auch anderen werde durch mich, es iſt nicht erfreulich, allein zu ſtehen; nach dem ſetzte ſie mit gezwungenem Scherze hinzu: nach dem alten Sprüchwort: je mehr der Tho⸗ ren, je mehr man lacht.

Aber Leuke wiederholte ernſt und nachdrück⸗ lich: Lacht? Oder weint, wie Du willſt war die Antwort: immer iſt doch ergötzlich, in Geſellſchaft zu weinen. Und die Weiße verſetzte: O, daß Du einen andern kennteſt,