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Traume zu geſchehen pflegt, es geſellte ſich die⸗ ſen Bildern bald ein unbekanntes Etwas, wel⸗ ches ſie verwirrte. So war denn ihr Schlaf nicht durchaus ruhig, doch währete er ziemlich lange.
Als einer jener beängſtigenden Widerſprüche, welche ſich im Schlafe oftmals dem Geiſte dar⸗ ſtellen, dieſen verſcheucht hatte, ſah ſie die Srene um ſich völlig verändert.
Die Sonne beleuchtete nicht mehr das Ge⸗ wäſſer, der Tag war verſchwunden und den Himmel deckte tiefes Dunkel, undurchdringlich, außer in Augenblicken, wo die Mondſcheibe den ſie ſcheinbar verfolgenden Wolkenrachen ent⸗ rann. Der erfriſchende Wind hatte aufgehört die Laube zu durchſtreichen, wohl aber legte ſich ein leiſes Heulen an die beſchützte öſtliche Wand, in der Ferne brauſete es dumpf und kam in Zwiſchenräumen gewaltig einher und flog brauſend über das ſich beugende Fahrzeug und durch die ächzenden, von ihren Segeln ent⸗ kleideten Maſten. Vom Vordertheile des Schif⸗ fes her vernahm ſie die rufende befehlende Stimme des Hauptmanns und der Mann⸗ ſchaft unruhige Bewegung. Die Gefahr, wel⸗


