Teil eines Werkes 
20. Band, Eugenia : 2. Theil (1833)
Entstehung
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niſſen umringt, dunkle Orakelſprüche ertheilte, nichts war ſie als die gewandte unterwürfige Sclavin, welche der Schnelle und Bereitwillig⸗ keit ihrer Dienſtleiſtungen durch manchen lau⸗ nigen Scherz noch mehr Annehmlichkeit zu ge⸗ ben verſteht. Und als Zoe ſie ſo ſah, ge⸗ mahnte ſie, was ihr begegnet, immer mehr als ein Traum.

Aber doch empfand ſie die Wirkung, die von ihm zurückgeblieben, ſie fühlte ſich ermü⸗ det von ſo manchfacher Erregung, auch von der Gluth der ſtechenden Sonnenſtrahlen wohl, und alsbald ward auf des Schiffers Wink der Herrin ein Lager bereitet von weichen köſtlichen Decken unter einer Laube, theils durch Tep⸗

piche verdeckt, theils durch ein Geflecht von Roſen, Oleander und ſyriſchem Jasmin, leiſe durchwehet von dem Südoſtwinde, welcher noch immer ſeine ſanfte Herrſchaft über die Meeres⸗ fluth behauptete. Bald ſchloß der Schlummer Zoe's Augen und entführte ſie, dem Geiſte Schwingen leihend, in die Gefilde, die ihrer warteten. Sie ſah ſich in den Armen der Ritern, ſie durchwandelte die ſchimmernden Hal⸗ len des Kaiſerpalaſtes, aber, wie es im