Teil eines Werkes 
20. Band, Eugenia : 2. Theil (1833)
Entstehung
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Lange ſtand die Enkelin des Silentiar, deſ⸗ ſen Gebeine fortan fern von dem Lieblinge ſei⸗ ner Seele ruhen ſollten, auf dem Verdeck, nach dem Geſtaate zurückſchauend, dem Schau⸗ platze einer glücklichen Kindheit, nach dem Grab⸗ mal des Großvaters, welches auf einer Höhe, von weißem Marmor errichtet, weithin ſchim⸗ merte, und auf die Diener und die Mägdlein der Inſel, die am Ufer der jugendlichen Herrin Abſchiedgrüße nachſandten.

Und auch ſie winkte Lebenden und Lebloſen Abſchiedgrüße zu und manche Thräne rann auf die eichenen Bohlen des Verdeckes. Als aber die weiße Küſte von Antiparos mit ihrem grünen Baumſchmuck allgemach in die Meeresfluth ver⸗ ſank, da wandte ſie ſich abſeit dem Norden zu, nachdem ſie der Vergangenheit ihr Recht angethan, auch des Zukünftigen zu gedenken, und Leuke und Mele traten zu ihr.

Ernſt war die Erſte, ernſter noch als ge⸗ wöhnlich, es war ſogar als umſchatte ein leich⸗ ter Nebel der Traurigkeit ihr liebliches Angeſicht; die Zweite aber ſchien wie immer, nichts war von jener Pythoniſſin an ihr zu ſehen, die vor wenigen Stunden in der Grotte, von Geheim⸗