Teil eines Werkes 
19. Band, Eugenia : 1. Theil (1833)
Entstehung
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Da dieß mein Grieche ſah und zugleich die Tonſur, mochte es ihn erfreuen, und er zeigte auch drei andere Bildniſſe, die gleichſam dem einen zur Einfaſſung dienten, auf dem ſtufenförmigen Fußgeſtelle ſtehend. Im erſten erkannte ich alsbald einen Engel mit Flügeln und flatterndem Gewande, alles meiſt wie friſch gefallener Schnee; von etwas röthlichem Stein, wie man ihn hier findet, war das zweite, eine liebreizende Jungfrau, die er bei der Hand hielt, als wolle er ſie zur Himmelskönigin führen, und die Jungfrau trug um das Haupt gleich⸗ falls einen Reif, wie die Steinhauerkunſt die Heiligenſcheine andeutet. Links, aber weiter abwärts, ſtürzte ſich ein weiblich Gebild aus rabenſchwarzem Marmor kopfüber in einen Ab⸗ grund, fleißig dargeſtellt in erhabener Arbeit am Fußgeſtelle.

Ich befragte den Führer, wer denn die zwei⸗ te Heilige ſey, welcher, dem Anſcheine nach, auſ⸗ ſer der gebenedeieten Gottesmutter, dieſes from⸗ me Denkmal geweihet; die Griechen aber ſind ein weltlich geſinntes Volk, auf Handel und Wandel erpicht, ſtatt auf Geiſtliches und Geiſt⸗ iges, welches doch beides ſehr in Obacht zu