Teil eines Werkes 
19. Band, Eugenia : 1. Theil (1833)
Entstehung
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nehmen; er ſagte, das wiſſe er nicht, ſehr lan⸗ ge ſey das ſchon her, obwohl noch jünger als das Gebäude auf der Höhe. Von dem aber könne er mir Nachricht ertheilen, wenigſtens von dem letzten Beſitzer. Georgios Phranzes habe er geheißen, ein vornehmer Herr zu ſeiner Zeit, zur chriſtlichen noch, doch unter welchem Kaiſer, könne er nicht ſagen, er ſey jedoch wie ſo viele Andere ſeiner Güter verluſtig gegangen und im Auslande geſtorben, auch ſey keiner ſei⸗ nes Namens weder im Peloponnes noch auf den Inſeln, noch im Fanar zu Stambul.

Als er ſo redete, konnte ich mich nicht ent⸗ halten, ein wenig zu lächeln, und zwar wegen doppelter Urſache, zuerſt nämlich, weil dem gu⸗ ten Ignoranten für was ſo Altes galt, das ſeiner Rede nach vor kaum Einhundert vierzig Jahren ſich begeben, zweitens, weil mir, als einem Literaten, dieſer Georgios Phranzes mit nichten fremd war, noch ſeine ferneren Schick⸗ ſale. Wem in aller Welt, in der gelehrten meine ich, wäre auch wohl die Schrift nicht be⸗ kannt, welche der Groß⸗Veſtiarius oder oberſter Kämmerer, als er zu Wien verſtarb, hinter⸗ laſſen, ein köſtlich Materiale zur Geſchichte des